Bei einem Erdbeben im Osten Afghanistans sind nach ersten Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Bachtar mindestens 250 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem berichtete die von den regierenden Taliban kontrollierte Agentur von etwa 500 Verletzten in der Provinz Kunar. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigt.
Wie die BBC berichtet, ereignete sich das Beben der Stärke 6,0 am Sonntag um 23.47 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum des Bebens lag 27 Kilometer von Dschalalabad entfernt, der fünftgrößten Stadt des Landes. Laut BBC soll die Taliban-Regierung internationale Hilfsorganisationen um dringende Hilfe gebeten haben. Die Erschütterungen sollen noch in 200 Kilometer Entfernung in Kabul sowie in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad in fast 400 Kilometer Entfernung zu spüren gewesen sein.
Immer wieder gibt es schwere Erdbeben in der Region, wo die Arabische, die Indische und die Eurasische Platte aufeinandertreffen. Bei einer Erdbebenserie am 7. Oktober 2023 kamen in Afghanistan nach Angaben der UN mehr als 1500 Menschen ums Leben - viele weitere wurden verletzt. 2022 starben in dem Land am Hindukusch bei einem Beben nach Taliban-Angaben mehr als 1000 Menschen.
Angesichts des jahrzehntelangen Konflikts und der oft schlechten Bausubstanz sind viele Häuser in Afghanistan nicht sonderlich stabil. Erdbeben richten daher oft große Schäden an.












