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n Nordrhein-Westfalen ist gerade ein Streit über eine Neuerung in der Kriminalitätsstatistik entbrannt. Das Düsseldorfer Innenministerium hat begonnen, Doppelstaatler mit deutschem Pass nicht mehr als Deutsche zu führen, sondern gesondert abzubilden. Es wird also nicht nur zwischen deutschen und ausländischen Tatverdächtigen unterschieden, sondern auch der Faktor Herkunft einbezogen. Minister Herbert Reul (CDU) sieht darin einen Erkenntnisgewinn. Der grüne Koalitionspartner hingegen kritisiert die bundesweit einzigartige Zählweise: Doppelstaatler würden zu Deutschen zweiter Klasse herabgestuft.






