Friedrich Merz sucht das U-Boot. Der Kanzler steht an der Reling der Fregatte Bayern. Es ist sein Antrittsbesuch bei der Marine, die Seestreitkräfte lassen den CDU-Chef bei mehreren Übungen mitlaufen. Vor Merz donnert der Fernaufklärer vorbei, ein Flugzeug voller Sensoren, das U-Boote aufspüren kann. Merz ignoriert den Lärm, schaut auf die Ostsee. In dieser Übung wird das U-Boot gefunden und taucht auf.
Die Streitkräfte zu ertüchtigen, ist eines der zentralen Politikversprechen der Kanzlerschaft Merz. „Die Bedrohung durch Russland ist real“, sagt er an Bord der Fregatte. „Wir sehen es auch hier in der Ostsee.“ Er habe sich von den Soldatinnen und Soldaten über die Bedrohungslage informieren lassen. Die russische Armee teste täglich die Verteidigung. „Wir werden in den nächsten Monaten und in den nächsten Jahren alles tun, um die Freiheit, den Frieden und die territoriale Integrität des Bündnisgebietes zu schützen“, verspricht Merz. Seit den Nato-Beitritten von Finnland und Schweden gehören auch diese beiden Ostseeanrainer zum Bündnisgebiet.
Das Schiff hat zwei Dutzend Fässer Augustiner geladen
Eine richtige Wehrpflicht gehört zu diesem „alles“, das Merz hier verspricht, allerdings vorerst nicht dazu. Erst am Vortag hatte das Bundeskabinett bei einer Sitzung im Verteidigungsministerium beschlossen, dass die Musterung für junge Männer wieder Pflicht werden soll. Viel mehr Zwang ist in diesem Gesetz allerdings nicht vorgesehen, das war mit der SPD nicht zu machen.






