An der spanischen Costa Blanca bot sich in den vergangenen Tagen ein ungewohntes Bild: Wo sich sonst Badegäste tummeln, hissten die Behörden in Guardamar del Segura zeitweise die rote Flagge. Der Grund war winzig, leuchtend blau und trug den mythischen Namen „Blauer Drache“. Nachdem mehrere Exemplare dieser marinen Nacktschnecke mit dem wissenschaftlichen Namen Glaucus atlanticus gesichtet worden waren, lösten die Behörden Alarm aus. Inzwischen sind die meisten Strände wieder freigegeben, doch die Warnung bleibt: Baden nur mit besonderer Vorsicht.
Auslöser waren zunächst nur zwei Tiere nahe dem Badestrand Playa Vivers. Doch die Gemeinde reagierte schnell und sperrte vorsorglich den gesamten, elf Kilometer langen Küstenabschnitt. Patrouillen suchten das Ufer ab, bevor die Warnung am 26. August auf eine gelbe Flagge herabgestuft wurde. Medienberichten zufolge beschränkte sich das Phänomen nicht nur auf Guardamar. Auch aus anderen Teilen Spaniens, etwa aus der Provinz Valencia, aus Cádiz und sogar von den Kanareninseln, wurden Sichtungen gemeldet, die teils zu Strandsperrungen führten. Besonders bemerkenswert für die Fachwelt: Auf Mallorca wurde die Art erstmals seit Jahrhunderten wieder offiziell dokumentiert.








