Nach dem Schusswaffengebrauch bei einer Wohnungsdurchsuchung in Schwabing-Freimann am Mittwochmorgen hat die Polizei neue Details bekanntgegeben. Demnach sollten Beamte des Sondereinsatzkommandos gegen sechs Uhr eine Wohnung im Domagkpark durchsuchen. Nachdem sie die Wohnungstür gewaltsam geöffnet hatten, trat ihnen der Bewohner, ein 52-jähriger Mann, mit einer Schreckschusspistole in der Hand entgegen, aus der er laut Polizei zwei Schüsse abgegeben habe. Einer der Beamten gab daraufhin zwei Warnschüsse ab. Daraufhin ergab sich der Mann, legte die Waffe ab und wurde festgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich neben ihm noch seine Ehefrau und die zwölfjährige Tochter in der Wohnung. Der 52-Jährige wurde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Er kam nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß.

Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit einem Vorfall in der Max-Bill-Straße, ebenfalls im Domagkpark, vom 19. August. An diesem Tag sollen sich zwei verfeindete Gruppen auf der Straße gegenübergestanden haben, der nicht näher bekannte Konflikt schwelt wohl schon länger. Bei der Auseinandersetzung kam es schließlich zu Handgreiflichkeiten. Dabei wurden zwei 19-jährige Männer aus der einen Gruppe verletzt, beide mussten ins Krankenhaus, einer davon mit einer tiefen Bauchwunde. Lebensgefahr besteht aber mittlerweile nicht mehr.