Bei einem Polizeieinsatz im Münchner Norden ist es am frühen Mittwochmorgen gegen 6 Uhr zu einem Schusswaffengebrauch von Beamten gekommen. Dabei seien in einer Wohnung in der Max-Bill-Straße „ein oder mehrere Warnschüsse“ abgegeben worden, teilte ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums mit. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen aber niemand.

Im Rahmen einer Durchsuchungsaktion, bei der auch Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) beteiligt waren, sei es zu einer „Gefährdungssituation für die eingesetzten Kräfte“ gekommen, sagte der Sprecher weiter. Daraufhin seien der Schuss oder die Schüsse abgegeben worden. Der 52 Jahre alte Bewohner, von dem sich die Beamten bedroht gefühlt hatten, sei festgenommen worden. In der Wohnung hätten sich zu dem Zeitpunkt weitere Familienangehörige befunden.

Wie der Polizeisprecher bestätigte, stand die Wohnungsdurchsuchung im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung zweier offensichtlich rivalisierender Gruppen am Dienstag voriger Woche. Diese hatte sich ebenfalls in der Max-Bill-Straße zugetragen. An der Auseinandersetzung sollen rund 30 Personen beteiligt gewesen sein, zwei 19 Jahre alte Männer hatten dabei schwere Stichverletzungen erlitten. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden.