Ist Macht böse? Oder doch nur pragmatisch? Und wo verläuft da die Grenze? Solche Fragen kann man mit Kant, Hegel und Nietzsche untersuchen. Die Figuren in Jesse Armstrongs Film „Mountainhead“ tun das in einem fort. Wobei es da im Rahmen der Highspeed-Dialoge einer Satire über die „Broligarchie“ der Tech-Milliardäre nicht um intellektuellen Tiefgang geht. Die Philosophen sind Datenpunkte in den Berechnungen der Gewinnmaximierung, genauso wie die Kurven der Zugriffsraten, Börsenkurse und geopolitischen Verschiebungen. Aber genau darum geht es dem britischen Regisseur und Autor in seinem ersten Projekt, seit er mit „Succession“ nicht nur eine der dramaturgisch besten Fernsehserien, sondern auch ein grandioses Sittenbild der Gegenwart abgeliefert hat. Das tut er nun wieder, diesmal im Format eines Kammerspiels von gut eineinhalb Stunden.
„Mountainhead“ bei Sky: Musk, Zuckerberg und Ein Sittenbild der Gegenwart
Nach seiner Erfolgsserie "Succession" inszeniert Jesse Armstrong in einem Chalet in den Bergen die bizarre Welt der Tech-Milliardäre.








