Die deutsche Automobilindustrie steckt tief in der Krise. Der Münchner Autobauer BMW hat unlängst für das erste Halbjahr 2025 einen Gewinneinbruch von nahezu 30 Prozent verzeichnet. Deutschlands größter Autobauer Volkswagen vermeldete für das zweite Quartal einen Rückgang der Gewinne um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr; zudem hat VW einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Noch schlimmer sieht es bei der Volkswagen-Tochter Porsche aus: In den ersten sechs Monaten sank der Gewinn des Stuttgarter Konzerns um etwa 91 Prozent im Verglich zum Vorjahr.

All diese Hiobsbotschaften aus Deutschlands bedeutendster Industriesparte aber geben dem Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Jürgen Mindel, keinen Anlass, negativ in die Zukunft zu blicken. Als Ausrichter der am 9. September beginnenden Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in München verbreitet Mindel an diesem Donnerstagvormittag im „House of Comunications“ bei einem Pressetermin nahe dem Ostbahnhof vielmehr Zuversicht. Von der IAA, so der VDA-Chef, werde „ein Signal der Stärke“ gepaart mit „Weltneuheiten und Innovationen“ ausgehen.

Zum dritten Mal nach 2021 und 2023 findet die IAA Mobility, wie die Fahrzeugschau offiziell heißt, in der Landeshauptstadt statt. Und zwar erneut als zweigeteilte Messe: Auf dem sogenannten Summit in der Messestadt Riem wird sich das Fachpublikum über Neuheiten aus der Automobilbranche informieren und auf zahlreichen Veranstaltungen und Fachtagungen über die Zukunft der Branche diskutieren. Eröffnet wird die Fachmesse am Dienstag, 9. September, von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).