Gegen den Verkauf des alten Strafjustizzentrums formiert sich Widerstand: Mit einer Petition wollen mehrere Gruppen und Organisationen den Plan der Staatsregierung stoppen, den Komplex an der Nymphenburger Straße zu verkaufen. Initiiert haben den Aufruf die Initiativen „Ausspekuliert“ und „Abbrechen abbrechen“, der Mieterverein München und das Münchner Forum. Sie fordern, das Gebäude in der Maxvorstadt weder an private Investoren zu verkaufen noch abzureißen. Vielmehr solle man dort bezahlbaren Wohnraum schaffen und „eine innovative, gemeinwohlorientierte Nachnutzung“ ermöglichen.

Die Initiatoren kritisieren eine aus ihrer Sicht „mangelnde Transparenz“ des bayerischen Bauministeriums beim Umgang mit dem aus den 1970er-Jahren stammenden Justizzentrum. So sei eine Machbarkeitsstudie zwar in Auftrag gegeben, aber bisher nicht veröffentlicht worden. Florina Vilgertshofer vom Münchner Forum kritisiert, dass der Freistaat mit einem Verkauf „jede Gestaltungshoheit für diese wichtige Fläche“ aus der Hand gebe. „Weitere Bürogebäude oder Luxuswohnungen, die als Spekulationsobjekte genutzt werden, sind das Letzte, was München braucht – bei einem Verkauf aber das, was aller Voraussicht nach entstehen wird.“