PfadnavigationHomePanoramaAnklage wegen Diskriminierung150 israelischen Kindern Zutritt verweigert – Freizeitpark-Chef drohen jetzt bis zu fünf Jahre HaftVeröffentlicht am 24.08.2025Lesedauer: 2 MinutenFrankreichs Innenminister Bruno Retailleau sagte, er hoffe, dass die Justiz in dem Fall „sehr streng“ vorgeheQuelle: AFP/THIBAUD MORITZIn Südfrankreich steht der Leiter eines Freizeitparks vor Gericht: Er hatte 150 israelischen Kindern den Zutritt verweigert. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft und 75.000 Euro Strafe wegen Diskriminierung, wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte.Der Leiter eines Freizeitparks in Südfrankreich, der 150 israelischen Kindern und Jugendlichen den Zutritt verwehrt hatte, ist wegen „Diskriminierung auf Grund der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit oder der Nationalität“ angeklagt worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Perpignan am Samstag mitteilte, drohen ihm wegen „Diskriminierung“ im Rahmen der „Verweigerung einer Ware oder Dienstleistung an einem öffentlichen Ort oder eines Zutrittsverbots“ fünf Jahre Haft und ein Bußgeld in Höhe von 75.000 Euro.Demnach wurde der 52-Jährige, der am Donnerstag in Gewahrsam genommen worden war, nach einer Vernehmung am Samstag wieder freigelassen. Er sei den Justizbehörden bislang nicht bekannt gewesen. Laut Staatsanwaltschaft sagte er aus, dass er die Gruppe nicht aus „ideologischen Erwägungen“ zurückgewiesen habe, sondern aus „Sicherheitsgründen“.Nach Angaben der Ermittler wurden die israelischen Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 16 Jahren nicht in den Park eingelassen, obwohl sie „seit längerer Zeit reserviert“ gehabt hätten. Lesen Sie auchDie israelischen Jugendlichen, die ihren Urlaub in Spanien verbringen, seien nach dem Vorfall in drei Bussen an einen anderen Ort in Frankreich gefahren worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Gendarmerie habe für ihre Sicherheit gesorgt. Bei dem Park handelt es sich um den Freizeitpark „Parcours aérien Tyrovol“ in Porté-Puymorens nahe der Grenze zu Spanien.Lesen Sie auchInnenminister Bruno Retailleau sagte am Freitag, er hoffe, dass die Justiz in dem Fall „sehr streng“ vorgehen werde. „Wir dürfen nichts durchgehen lassen“, fügte er an, antisemitische Vorfälle nähmen in Frankreich derzeit „explosionsartig zu“.Nach jüngsten Angaben des Innenministeriums in Paris wurden in Frankreich zwischen Januar und Mai insgesamt 504 antisemitische Vorfälle registriert. Dies entspricht zwar einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, es sind aber mehr als doppelt so viele Vorfälle wie im Vergleichszeitraum des Jahres 2023 (plus 134 Prozent).AFP/jho