Jamel (dpa) - Die Toten Hosen haben als Überraschungsband bei „Jamel rockt den Förster“ in Mecklenburg aufgespielt. Bei dem Musikfestival, das sich gegen Rechtsextremismus wendet, war das Line-up der Bands wie in den letzten Jahren bis unmittelbar vor dem Auftritt geheim. „Wir sind unheimlich gern zurückgekommen“, rief Tote-Hosen-Frontmann Campino der Menge zu. Die Band war 2015 bereits in Jamel. „Ich glaube, "Jamel rockt den Förster" hat in jedem Fall eine krassere Bedeutung, als vielleicht vor 15 Jahren“, sagte Campino kurz vor seinem Auftritt der Deutschen Presse-Agentur.
Es sei bemerkenswert, dass die Menschen nach Jamel kämen, um auch politisch Flagge zu zeigen. Es gehe gar nicht so sehr ums musikalische Programm. „Sie wissen ja nicht, wer für sie spielen wird. Es gibt also den Geist, dass man Demokratie verteidigen möchte.“ Das Festival wird seit 2007 vom Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer ausgerichtet, das sich damit gegen Anfeindungen von Rechtsextremisten im Dorf zur Wehr setzt. Weitere Top-Acts waren am Freitag die Musiker Betterov sowie Paula Hartmann.
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