PfadnavigationHomePanoramaSaarlandGetöteter Polizist – Ermittler nennen Details, Innenminister verurteilt „Hass und Hetze“Veröffentlicht am 22.08.2025Lesedauer: 3 MinutenEin Polizeibeamter ist im Saarland im Einsatz nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle getötet worden. Bei einer Pressekonferenz äußerten sich Polizei, Staatsanwaltschaft und Ministerpräsidentin Rehlinger.Bei einem Einsatz ist ein Polizist im Saarland erschossen worden. Die Ermittler nennen auf einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten. Der Täter sei bislang nicht polizeibekannt gewesen. Der saarländische Innenminister äußert sich zu Reaktionen im Internet.Die saarländischen Behörden haben weitere Details zu den tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten in Völklingen bekannt gegeben. Bei dem Täter handelt es sich laut der Vizepräsidentin des Landespolizeipräsidiums Saarland, Natalie Grandjean, um einen in Deutschland geborenen 18-Jährigen mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit. Er sei bis zu dem Angriff nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Der 18-Jährige stamme aus dem Regionalverband Saarbrücken, sagte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz.Bei dem getöteten Polizeibeamten handele es sich um den 34-jährigen Simon B., der in der Polizeiinspektion Völklingen im Wach- und Streifendienst tätig gewesen sei. Wegen der laufenden Ermittlungen und aus Persönlichkeitsgründen wollte Grandjean keine weiteren Angaben machen. Der Polizist hatte am Donnerstagabend in Völklingen nach einem Raubüberfall mit zwei Kollegen den Täter verfolgt. Die drei Beamten hätten den 18-jährigen Räuber gestellt. Dabei habe sich der Täter „auf bislang unbekannte Art und Weise der Dienstwaffe eines Kollegen bemächtigt“. Von welchem Beamten der Täter die Waffe griff, sei bislang nicht sicher, sagte Grandjean.Der Täter habe mehrere Schüsse auf die Polizeibeamten abgegeben und einen Beamten tödlich verletzt. Er sei weiter geflüchtet und von weiteren Polizisten gestellt worden, sagte Grandjean. Dabei sei es zu einem Schusswechsel gekommen und der Täter sei zweimal getroffen worden. Er befinde sich in medizinischer Versorgung. Er sei nicht lebensbedrohlich verletzt. Innenminister verurteilt „Hass und Hetze“ gegen die PolizeiDer saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) sprach von „dunklen Tagen für unser Land, aber auch für unsere Polizei“. Man stehe „in Trauer, Fassungslosigkeit und Anteilnahme“ an der Seite der Angehörigen. Jemand habe zu ihm gesagt: „Das ist die schreckliche Seite des schönsten Berufs der Welt.“Lesen Sie auchDer verstorbene Beamte sei ein Beispiel für Mut und für den Wert, den der Polizeidienst für die Gesellschaft habe. Sein Tod erinnere daran, wie gefährlich die Arbeit der Polizei sei. Jost verurteilte „Hass und Hetze im Internet an der ein oder anderen Stelle“ gegen die Polizei. Solche Reaktionen würden strikt geahndet werden.Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken teilte mit, gegen den Verdächtigen werde wegen Verdachts des besonders schweren Raubes sowie wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes ermittelt. Der Haftbefehl sei erlassen worden.Getöteter Polizist hinterlässt Frau und KinderAuch Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) zeigt sich betroffen. „Das Saarland trauert, wir alle trauern“, sagt sie. Sie selbst sei tief betroffen. „Ein junger Polizist wurde mitten aus dem Leben gerissen – im Dienst“, sagt Rehlinger. „Es ist gestern schon ein furchtbarer Moment gewesen und nichts davon war heute Morgen besser zu ertragen.“ In der Staatskanzlei liege ein Kondolenzbuch aus.Landespolizeipräsident Thorsten Weiler sagte, er kenne sowohl den getöteten Simon B. als auch seinen Vater. „Die saarländische Polizei durchlebt seit gestern eine ihrer dunkelsten Stunden. Wir sind alle zutiefst betroffen von den Ereignissen und in Gedanken bei Simon, bei seiner Familie, bei seinen Kolleginnen und Kollegen.“ Der Getötete habe eine Ehefrau, seine Kinder seien im Kindergarten- und Grundschulalter.Viele erinnert der Fall an den Tod einer Polizeianwärterin (24) und eines Polizeikommissars (29) Ende Januar 2022. Die beiden Saarländer waren bei einer nächtlichen Streife im pfälzischen Kusel, nur etwa 60 Kilometer von Völklingen entfernt, von einem Mann erschossen worden, der seine Jagdwilderei verdecken wollte. Der Täter war im Saarland festgenommen und später in der Pfalz zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden.ll mit dpa
Saarland: Getöteter Polizist – Ermittler nennen Details, Innenminister verurteilt „Hass und Hetze“ - WELT
Bei einem Einsatz ist ein Polizist im Saarland erschossen worden. Die Ermittler nennen auf einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten. Der Täter sei bislang nicht polizeibekannt gewesen. Der saarländische Innenminister äußert sich zu Reaktionen im Internet.













