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Arbeitsmarkt: Lohnfortzahlung der Arbeitgeber steigt auf 82 Milliarden Euro Die Aufwendungen für erkrankte Arbeitnehmer sind seit 2022 um zehn Milliarden Euro gestiegen. Eine Ursache für das Plus ist der hohe Krankenstand – aber nicht nur.

Frank Specht 22.08.2025 - 10:51 Uhr Artikel anhörenKrank im Bett: In den ersten sechs Wochen nach Beginn einer Erkrankung zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter. Foto: IMAGO/Westend61Berlin. Die Arbeitgeber haben im vergangenen Jahr geschätzt 82 Milliarden Euro für die Entgeltfortzahlung erkrankter Beschäftigter aufgebracht. Innerhalb von drei Jahren sind die nominalen Aufwendungen damit um zehn Milliarden Euro gestiegen, seit 2010 haben sie sich mehr als verdoppelt. Das zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung will hier allerdings keine dramatische Entwicklung erkennen. Setze man die Lohnfortzahlung ins Verhältnis zu den gesamtwirtschaftlichen Bruttolöhnen und Gehältern, habe es seit 2013 praktisch keinen Anstieg mehr gegeben, argumentiert IMK-Direktor Sebastian Dullien.Werden Beschäftigte krank, zahlen ihre Arbeitgeber für ein und dieselbe Erkrankung bis zu sechs Wochen lang den vollen Lohn weiter. Erst danach springt die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld bis höchstens zum Ende der 72. Woche nach Beginn der Erkrankung. Das Krankengeld entspricht in der Regel 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoentgelts.Krankmeldung So wehren sich Unternehmen legal gegen „Krankfeierer“ Während sich das Volumen der Lohnfortzahlung aus dem jährlichen Sozialbudget des Bundesarbeitsministeriums ablesen lässt, gilt dies nicht für die Anteile am Sozialversicherungsbeitrag, die der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttogehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze zahlt. Diese hat das IW nun näherungsweise unter anderem mit Daten der Deutschen Rentenversicherung berechnet. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt