Die Behauptung, es gebe eine „Spaltung“ der Gesellschaft, gehört zum Standardrepertoire der Zeitkritik – oft, ohne dass genauer geklärt würde, was damit gemeint ist. Sind die Einstellungen zu politischen Themen wirklich so stark polarisiert, auf welche Weise vergiften Feindbilder die Debatte? Und wie schafft es die harte, autoritär nationalistische Rechte gleichzeitig als Treiber wie als Profiteur, der Polarisierung zu wirken? Das sind die offenen Fragen für die wissenschaftliche Beobachtung gegenwärtiger Konflikt-Großwetterlagen.