PfadnavigationHomePanoramaÖsterreichLehrerin genötigt und vergewaltigt – Sieben Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren angeklagtVeröffentlicht am 22.08.2025Lesedauer: 2 MinutenEine Frau hält sich die Hände schützend vors Gesicht (Symbolbild)Quelle: Fabian Sommer/dpaEine siebenköpfige Jugendgang muss sich in Wien wegen zahlreicher Delikte vor Gericht verantworten – darunter dem Vorwurf der Vergewaltigung und Brandstiftung. Die Jugendlichen sollen eine Lehrerin über Monate erpresst und missbraucht haben.Sieben Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren aus dem Wiener Gemeindebezirk Liesing müssen sich wegen einer Reihe von Delikten vor Gericht verantworten. Wie die österreichischen Tageszeitungen „Der Standard“ und die „Kronen-Zeitung“ berichteten, wird ihnen schwere Erpressung, schwerer Diebstahl, Vorbereitung von Suchtgifthandel, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung und Brandstiftung vorgeworfen. Die Geschädigte soll eine Lehrerin sein. Wie das mutmaßliche Opfer der Polizei erzählte, hatte sie im April 2024 einvernehmlichen Sex mit einem ihrer ehemaligen, noch minderjährigen Schüler. Laut „Kronen-Zeitung“ war der Junge zu dem Zeitpunkt 16 Jahre alt. Später soll dieser mit weiteren Jugendlichen in ihre Wohnung zurückgekehrt sein. Sie hätten sich als Mitglieder einer Liesinger Bande vorgestellt. Zum Beweis hätten sie Videos präsentiert, auf denen sie Straftaten begehen, darunter die Enthauptung eines toten Tieres. Lesen Sie auchUnter Androhung, den Geschlechtsverkehr mit einem Minderjährigen preiszugeben, soll die selbsterklärte Bande die Frau erpresst haben. So habe sie ihnen Tabak, Drogen und Lebensmittel kaufen sowie Taxifahrten finanzieren müssen. Dabei sei ein Schaden von knapp 550 Euro entstanden. Noch schwerwiegender: Die Lehrerin wirft den Jungen, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund besitzen, zudem sexuellen Missbrauch, geschlechtliche Nötigung und Vergewaltigung vor.Im Januar brannte schließlich die Wohnung der Frau ab. Vier Mitglieder der Gruppe waren zuvor in der Nähe aus einer Straßenbahn gestiegen. Das mutmaßliche Opfer war zu diesem Zeitpunkt verreist. Nach ihrer Rückkehr wandte sie sich an die Behörden, um den Fall zu schildern.Lesen Sie auchErmittler konnten die DNA zweier Mitglieder an Zigarettenstummeln am Tatort identifizieren. Bislang haben die Jugendlichen alle Vorwürfe bestritten oder die Aussage verweigert. Lediglich die Taxifahrten auf Kosten der Lehrerin gestand ein 15-Jähriger ein. Sie hätten nie gegen ihren Willen gehandelt. Sollte es zu einem Prozess kommen, drohen den Angeklagten laut „Kronen-Zeitung“ bis zu siebeneinhalb Jahren Haft.dol