Vor ziemlich genau einem Jahr eroberten die russischen Truppen New York. Verlustreiche Kämpfe waren vorausgegangen, die meisten der einst 10 000 Bewohner längst geflohen. Das einstige Kleinod des Donbass war nur noch ein Schatten seiner selbst. Geblieben war der an Symbolkraft schwer zu übertreffende Name, der möglicherweise von deutschen Mennoniten stammt, die den Ort auf Einladung Katharina der Großen einst gegründet hatten, möglicherweise aber auch nur ein Fehler bei der Übertragung von lateinischer Schrift ins Kyrillische war. Als die Industrialisierung des Donbass gerade erst an Schwung gewann, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, konnte New York eine komplette Infrastruktur aus Telegrafenamt, Hotel, Bank, Buchhandlung und einer Schule für Jungen und Mädchen vorweisen.