WirtschaftUnternehmenFAZ+Politik und die Gamescom : Warum so ernsthaft? Ein Kommentar von Gregor Brunner20.08.2025, 12:02Lesezeit: 2 Min.Jedes Jahr pilgern Politiker zur Gamescom, um sich dort nicht über Spiele zu unterhalten. Für den Wirtschafts- und Videospielstandort Deutschland sendet das kein gutes Signal.Videospiele sind ein riesiges Geschäft. Im vergangenen Jahr wurden damit auf der Welt rund 182 Milliarden Euro umgesetzt und im ersten Halbjahr 2025 gaben deutsche Gamer allein 4,6 Milliarden Euro für ihr Hobby aus. Dass im größten Videospielmarkt Europas mit der Gamescom auch die größte Publikumsmesse für Videospiele abgehalten wird, ist ein Glücksfall für das Land und die Stadt Köln. Im Gegenzug ist es ein Ärgernis, dass nur etwa zwischen vier und sechs Prozent des in Deutschland umgesetzten Geldes auch im Land verbleiben. Der Branchenverband Game will Wachstum hierzulande mit Steuererleichterungen begünstigen. Bund und Länder setzen auf Fördermodelle, die wegen mangelnder langfristiger Planung Unsicherheit fördern. Beide Ansätze verkennen aber das fundamentale Problem deutscher Entscheidungsträger mit dem Thema Videospiele: Ein großes Fremdeln mit einem vornehmlich zur Unterhaltung gedachten Medium.
Politiker auf der Gamescom: Warum so serious?
Jedes Jahr pilgern Politiker zur Gamescom, um sich dort nicht über Spiele zu unterhalten. Für den Wirtschafts- und Videospielstandort Deutschland sendet das kein gutes Signal.












