Intel soll nicht sterben – auf diese kurze Formel lassen sich zwei aktuelle Entwicklungen rund um den kriselnden amerikanischen Chiphersteller bringen. Die US-Regierung unter Führung von Donald Trump erwägt, einen Zehn-Prozent-Anteil an dem Unternehmen zu übernehmen. Und der japanische Konzern Softbank, einer der weltweit größten Tech-Investoren, hat Intel-Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gekauft, um den Chiphersteller zu stützen.
Chiphersteller – bei Intel stimmt dieser Begriff noch im ursprünglichen Sinn des Wortes. Denn Intel gehört zu den wenigen Firmen in dieser Branche, die die wichtigen elektronischen Bauteile entwickeln und auch selbst fertigen – nicht nur, aber auch in den USA. Obwohl in jüngerer Zeit technologisch hinter die Konkurrenz zurückgefallen, zählt Intel als Chipfirma noch immer zur erweiterten Weltspitze.
Intel fällt also mehr als so manches andere Unternehmen in die Rubrik: „wichtig für die nationale Sicherheit“. Schließlich sind Chips nicht nur für die Wirtschaft von höchster Bedeutung, sondern auch fürs Militär. Die technologische Überlegenheit der US-Streitkräfte rührt zu einem großen Teil von der Führerschaft in diesem Bereich her. Intel hat folgerichtig auch einen Milliardenauftrag des Verteidigungsministeriums für die Lieferung von Chips erhalten.











