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u den vielen schönen Dingen, mit denen der Empörungsdienst X den Alltag bereichert, gehört der Umstand, dass die Wortmeldungen der Nutzer meist ebenso unflätig wie gegensätzlich ausfallen. So war es auch jetzt, als die SZ berichtete, dass der deutsche Staat immer seltener und mit immer weniger Personal prüft, ob die 3,5 Millionen Firmen des Landes ihre Steuern ordnungsgemäß zahlen. War ja klar, ereiferte sich eine Userin: Während die Behörden Bürgergeldempfänger beim kleinsten Regelverstoß mit Sanktionen traktierten, schauten sie bei Steuerhinterziehern gerne weg. Ein anderer Nutzer keilte sofort zurück: Die „linksradikale“ Kommentatorin träume offenkundig von einem Überwachungsstaat, der unbescholtene Firmen regelmäßig bis in den letzten Winkel durchleuchte, ätzte er.