München (dpa) - Die Zahl der Steuerprüfungen in Unternehmen ist laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen. Eine Umfrage der Zeitung in den 16 Bundesländern ergab demnach, dass die Zahl um fast 60 Prozent auf zuletzt nur noch rund 140.000 gesunken sei.
Insgesamt beschäftigten die Finanzbehörden 2024 noch 12.359 Betriebsprüfer, fast zehn Prozent weniger als 2015. Auch die Summe der Steuernachzahlungen, die im Zuge der Kontrollen eingetrieben werden, geht dem Bericht zufolge im langjährigen Schnitt zurück.
Grundsätzlich gilt, dass zusätzliche Prüferinnen und Prüfer ein Vielfaches an Einnahmen generieren, als Kosten durch ihre Einstellung verursacht werden.
Das Bundesfinanzministerium hatte zuletzt im Oktober 2024 offiziell mitgeteilt, dass im Jahr zuvor 1,7 Prozent der Betriebe beziehungsweise 146.516 geprüft worden seien. Bei Großunternehmen lag die Quote mit 17,8 Prozent jedoch deutlich höher.
Fachkräftemangel und Aufwand für Grundsteuer als Begründung






