Stuttgart. Mercedes-Chef Ola Källenius ist alarmiert: Im weltgrößten Automarkt eskaliert der Preiskrieg. Die Lage in China, so bläut es der 56-Jährige Anfang Juli seinen wichtigsten Führungskräften bei einem internen Topmanagement-Meeting in Stuttgart-Böblingen ein, sei derart ruinös, dass dort perspektivisch vielleicht nur zehn von 130 Fahrzeugmarken überleben dürften. Und weniger Wettbewerb sei in diesem Fall leider ebenso schädlich wie zu viel.
Der Grund: Die zehn Überlebenden, so warnt Källenius laut Teilnehmern sinngemäß, könnten zu echten Produktivitäts-Champions mutieren – schnell, wendig, extrem aggressiv. Mercedes
will sie besiegen. „Das ist ein Muss“, sagt eine Konzerngröße. „China ist unser Profitgarant.“ Källenius’ Antwort: Er geht in die Offensive, plant nach Handelsblatt-Informationen einen Effizienzsprung.









