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anchmal freut man sich, wenn sich mal jemand nicht vor Donald Trump in den Staub wirft. So wie die indische Regierung, die auf seine Strafzölle von insgesamt 50 Prozent mit Verwunderung und Empörung reagiert. Und mit einer Steuersenkung ab Oktober, damit diese politischen Schutzgelderpressermethoden nicht voll bei den Inderinnen und Indern durchschlagen. Grund zur Freude ist dies allerdings nicht, denn der indische Premierminister Narendra Modi und Donald Trump sind sich ideologisch viel näher, als die aktuellen Erschütterungen der Handelsbeziehungen vermuten lassen. Narendra Modi hat sein Amt mit Methoden errungen und gefestigt, die denen Trumps ähneln. Hetze gegen Minderheiten, Social-Media-Dominanz und ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit, wenn diese nicht der eigenen Weltvorstellung entspricht.