Der Umstand, dass Alexander Zverev nach diesem Match seine Taschen noch selbst schultern konnte, war keine Selbstverständlichkeit: Beim Tennisturnier in Cincinnati ging Zverev körperlich derart an seine Grenzen und womöglich darüber hinaus, dass er sich im zweiten Satz des Halbfinals gegen Carlos Alcaraz kaum noch bewegen konnte. „Bei mir dreht sich alles“, berichtete er dem zwischenzeitlich auf den Platz gerufenen medizinischen Personal.

Die Bilder von Zverev, 28, während des Halbfinals des mit 9,2 Millionen Dollar dotierten Masters werfen Fragen auf. Sogar sein spanischer Kontrahent sorgte sich um den Weltranglistendritten.

Schon im Halbfinale gegen Ben Shelton machten ihm die Umstände zu schaffen

Gegnerische Bälle ließ Zverev mitunter ohne Reaktion an sich vorbeirauschen. Angesichts der für alle im Stadion ersichtlichen Probleme des 28-jährigen Hamburgers spiegelte das vergleichsweise knappe 4:6, 3:6 die ungleichen Kräfteverhältnisse nicht wider. Dass die Partie nicht klarer ausging, war allein den vielen Aufschlagfehlern Alcaraz’ geschuldet. „Ich freue mich über das Finale, aber Sascha tut mir leid“, richtete Alcaraz aus: „Ich wünsche dir alles Gute“, schrieb er auf eine TV-Kameralinse.