Bayern hat viele Seen zu bieten und jeder besitzt seinen eigenen Charme. Der Tegernsee nimmt dennoch eine Sonderstellung ein. Franz Josef Strauß soll es gewesen sein, der ihn einmal als das „Vorzimmer zum Paradies“ bezeichnet hat. So lieblich liegt er da, mitten in die Voralpen gegossen. Sieht man ihn in seiner ganzen Pracht - etwa nach längerer Zeit wieder einmal aus München kommend, bei Gmund oder Kaltenbrunn - geht jedenfalls nicht nur Landesvätern das Herz auf. Die umliegenden Ortschaften, in denen sich Ex-Fußballer, Oligarchen und Politiker Ferienhäuschen gekauft haben, sind von manchen Stellen des Nordufers zudem unsichtbar, so geschickt ducken sie sich hinter Bäume und Wälder.
Streckt man die Zehen hinein in den See, rafft einen jedes Mal wieder beinah der Herzkasperl dahin, derart kalt ist er, selbst noch im Hochsommer. Sein Gebirgswasser, die umliegenden Heilquellen und die gute Luft zogen schon früh Sommerfrischler und Bergbegeisterte magisch an. Hier unten im Tal machen sich die Leute deshalb schon lange Gedanken darüber, wie man seine Gäste außer mit erfrischenden Bädern sonst noch bei Laune halten könnte, auch bei schlechtem Wetter. Und selbst wenn sie keine Lust darauf haben sollten, ihr Glück im Staatlichen Kasino von Bad Wiessee am Westufer aufs Spiel zu setzen.






