Ob es im Illertisser Vöhlinstadion irgendwann schon einmal solche Szenen zu bestaunen gab? Als Clayton Irigoyen-Goni den entscheidenden vierzehnten Elfmeter dieses Erstrundenspiels im DFB-Pokal versenkte, verwandelte sich die im Liga-Alltag sonst so verschlafene Arena in ein Tollhaus.
Irigoyen-Goni, ausgerechnet er, der vor der Saison von der Nürnberger Reserve an die Iller gewechselt war, riss sich das Trikot vom Leib, sprintete in Richtung Haupttribüne, ehe seine Kollegen ihn einholten. „Das ist mit Abstand der größte Sieg der Vereinsgeschichte unseres FV Illertissen“ dröhnt es aus den Lautsprecherboxen, „was für eine Sensation!“ In die Jubeltraube der Spieler, die soeben Klubhistorisches vollbracht hatten, mischten sich Ballkinder und Vereinshelfer. Hier und da war gar der zarte Versuch eines Platzsturms zu erkennen. Ganz neue Sphären, die sich da auftaten. Die Ordner auf der Tartanbahn zeigten sich jedoch ähnlich robust wie die Abwehr des Viertligisten in diesem Pokal-Drama, das niemand in Illertissen – und auch nicht in Nürnberg – so schnell vergessen dürfte.
DFB-Pokal
Viel Glück für St. Pauli und den HSV
Beide Hamburger Vereine tun sich gegen unterklassige Klubs extrem schwer. Der VfL Wolfsburg schafft dagegen einen Vereinsrekord. Hannover 96 scheitert in Cottbus.









