Das passiert nun wirklich nicht alle Tage, erst recht nicht in München, und schon gar nicht mitten in der Innenstadt: Der Wirt von der Traditionswirtshaus „Donisl“ in der Weinstraße hat den Preis fürs Bier gesenkt. Peter Reichert bietet das Hacker-Pschorr-Helle vom Holzfass nicht mehr für stattliche 6,20 Euro an, sondern für im Vergleich nahezu läppische 4,90 Euro. Noch erstaunlicher als die Preissenkung ist aber vielleicht, dass Reichert das bislang gar nicht medienwirksam ausgeschlachtet hat, die Getränkekarte wurde still und heimlich angepasst – mit dem Wechsel auf die Sommerkarte.
Dabei interessiert natürlich brennend: Wie kam es zu dieser signifikanten Preissenkung in einer Stadt, in der eigentlich alles immer nur teurer wird? Die Antwort von Franziska Kohlpaintner, der zuständigen Betriebsleiterin, am Telefon ist erstaunlich simpel: Seit gut drei Wochen gebe es jetzt vor dem Wirtshaus einen hauseigenen Stehausschank, betrieben von den Schänkern, die auch im Bräurosl-Festzelt auf der Wiesn das Bier zapfen. Und für die „Hoibe auf die Hand“, die es dort gibt, habe man sich einfach für einen günstigeren Preis entschieden. Passend zum eher legeren Konzept, könnte man sagen. Und na ja, wenn die Halbe dort nur noch 4,90 Euro kostet, dann wäre es nur konsequent, habe sich Wirt Reichert gedacht, wenn sie im Wirtshaus genauso viel kostet – auch dann, wenn der Stehausschank nicht geöffnet hat.






