Die Berichte aus dem Südosten Chinas wirken nicht gerade beruhigend. Kranke Menschen wurden einmal mehr unter strenge Isolation gestellt. In dem Fall mussten sie in ihrem Krankenhausbett unter Moskitonetzen ausharren, bis von ihnen keine Infektionsgefahr mehr ausging, wie die britische BBC berichtete. Ihre Krankheit: Chikungunya.

Auch wenn die chinesische Rigorosität unüblich ist: Die Krankheit ist es nicht. China ist nur eine Etappe auf ihrem aktuellen Expansionskurs. Längst kommt sie auch in Europa vor – zuletzt auch im Elsass, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Seit Kurzem gibt es daher auch eine Empfehlung zur Reiseimpfung. Zeit, sich etwas näher mit der Infektionskrankheit zu befassen.

Ist der Erreger neu?

Nicht wirklich. Die Krankheit wurde 1952 erstmals in Tansania beobachtet. Von dort stammt auch ihr Name. Chikungunya heißt übersetzt so viel wie das Leiden, das Menschen beugt. Die Bezeichnung beschreibt das auffälligste und gefürchtetste Symptom der Erkrankung. Sie kann so schwere Gelenkschmerzen hervorrufen, dass sich Menschen vor Schmerz krümmen.

Dass in letzter Zeit mehr über das Leiden berichtet wird, ist seiner zunehmenden Ausbreitung geschuldet. Angetrieben von Klimawandel, Globalisierung und Urbanisierung erobert der Erreger seit 2004 immer mehr neue Gebiete. Er trifft dann Einwohner, die keine Immunität haben.