Der Ruf des Bürgergelds ist schon lange beschädigt. Mit dem Thema ist kaum noch etwas zu gewinnen, das räumten führende SPD-Politiker schon im Bundestagswahlkampf ein. Das weitverbreitete Image der „Stütze“ könnte man so zusammenfassen: Das Bürgergeld ist eine Einladung zum Ausschlafen, wenn sich der Sozialleistungsbezieher dann doch mal erhebt, lächelt er über den Brief des Jobcenters, der ihm zum Vorsprechen beim Vermittler auffordert, und genießt sein Leben mit 563 Euro Grundsicherung im Monat. Sein Nachbar hingegen muss im Morgengrauen aufstehen, schuften, bis die Gelenke quietschen – und mit den Steuern auf seinen Niedriglohn auch noch den Müßiggänger nebenan durchbringen. Am Ende haben beide angeblich gleich viel Geld, jedenfalls nach Überzeugung vieler.
Sozialstaat: Mindestlohn schlägt Bürgergeld
Angeblich lohnen sich niedrig bezahlte Jobs nicht, weil man mit Bürgergeld genauso gut dasteht. Eine Untersuchung zeigt nun, wie groß der Unterschied wirklich ist.






