Hackerbrücke

Genau genommen ist es streng verboten, auf das Eisengestänge der Hackerbrücke zu klettern und sich hineinzusetzen. Es ist nur eben so: In München gibt es wohl kaum einen besseren Ort, um den Sonnenuntergang zu bestaunen, Eisenbahnromantik inklusive. Denn während die Sonne im Westen untergeht, fahren unter der Brücke beinahe im Minutentakt Züge und S-Bahnen direkt in Richtung untergehender Sonne. Schöner geht es kaum. An einem schönen Sommerabend muss man früh da sein, sonst sind die schmalen Abteile, in denen man nach einer kleinen Kletteraktion nur ein paar Meter über der Straße Platz nehmen kann, schon alle besetzt. Was man noch bedenken sollte: Straßenverkäufer gibt es keine, der nächste Späti ist ein paar Fahrradminuten entfernt. Wer also auf den Sonnenuntergang mit einem (alkoholfreien) Hellen anstoßen will, muss sich die Flasche selbst mitbringen. jala

Kulturdachgarten auf dem Gasteig

(Foto: René Hofmann)

Zugegeben: Die Treppe ist steil. Und es sind viele Stufen. Und das Ambiente beim Aufstieg ist alles andere als einladend. Doch wer es hinaufschafft auf das Dach des renovierungsbedürftigen Kulturzentrums am Gasteig, der wird mehr als doppelt belohnt: Wer in die Sonne tritt, blickt auf die Stadt und kann aufatmen. Weil die Sanierung auf sich warten lässt, ist hier ein Pop-up-Dachgarten entstanden, der den Namen wirklich verdient: viel Grün, auf mehreren Ebenen in improvisiertes Holz-Exterieur gepflanzt. In Buden werden Speisen und Getränke offeriert, Lümmel-Flächen laden zum Verweilen ein. Geöffnet ist nur, wenn das Wetter mitspielt, weshalb sich sagen lässt: Schön ist es hier eigentlich immer. Im Lichte der untergehenden Sonne aber ganz besonders. hof