PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeue ZahlenStaat zahlt 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss – und erhält nur einen Bruchteil zurückVeröffentlicht am 12.08.2025Im vergangenen Jahr zahlten Bund und Länder rund 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss – 551 Millionen mehr als noch 2023. Allerdings erhielten die Behörden nur 17 Prozent des Geldes wieder zurück.Rund 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss zahlten Bund und Länder 2024 an Alleinerziehende – 551 Millionen mehr als im Vorjahr. Nur 17 Prozent der Summe konnten von säumigen Eltern zurückgeholt werden.Bund und Länder haben im vergangenen Jahr rund 3,2 Milliarden Euro Unterhaltsvorschuss an alleinerziehende Elternteile gezahlt. Im Vergleich zu 2023 wuchs der ausgezahlte Betrag um 551 Millionen Euro, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des Bundesfamilienministeriums melden.Nur einen kleinen Teil des Geldes konnten sich die Behörden demnach von den eigentlich unterhaltspflichtigen Elternteilen zurückholen. Die sogenannte Rückgriffsquote habe 2024 bei 17 Prozent (545 Millionen Euro) gelegen. Damit sei die Quote gegenüber den Vorjahren leicht gesunken, liege aber insgesamt im Schnitt der Jahre seit 2018.Alleinerziehende Elternteile können vom Staat Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt zahlt. Der Staat kann sich das Geld von den säumigen Elternteilen zurückholen, was in der Praxis aber nur in der Minderheit der Fälle gelingt. Die Kosten für den Vorschuss trägt zu 40 Prozent der Bund.Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, künftig mehr Druck auf unterhaltspflichtige Elternteile zu machen, die nicht zahlen. Geplant sind unter anderem schärfere Sanktionen, etwa der Führerscheinentzug.epd/jho