PfadnavigationHomekmpktDating-RegelnSex beim ersten Date? Wer zahlt die Rechnung? So tickt die Gen Z beim DatingVeröffentlicht am 13.08.2025Lesedauer: 4 MinutenOnline-Dating ist der neue Standard beim Kennenlernen – dennoch hat die Gen Z ihre PrinzipienQuelle: Getty Images/MoMo ProductionsTrotz zahlreicher Apps wie Tinder, Bumble und Hinge kommt Dating so manchem Single komplizierter vor als früher. Liegt es an veränderten Haltungen? Eine Umfrage zeigt, wie vor allem junge Alleinstehende heute ticken.Oh du schöne Dating-Welt – oder vielleicht doch eher: oh du schreckliche? Wer als Single gerade auf Partnersuche ist, fühlt sich womöglich eher gefrustet, als wirklich Spaß beim Daten zu haben. Die zahlreichen Optionen beim Online-Dating machen es nicht gerade leichter. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen ihre eigenen goldenen Regeln schaffen. Welche dabei besonders in der Hauptzielgruppe der Dating-Apps, der Generation Z im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, im Fokus stehen, hat eine aktuelle Umfrage von Tinder untersucht, die WELT vorliegt. Dabei zeigt sich, wie ambivalent die jungen Erwachsenen wirklich sind: Während einige Punkte auf der Agenda tatsächlich sehr progressiv sind, muten andere wiederum eher altmodisch als zeitgemäß an. Ehe wir aber einen genaueren Blick auf die zehn goldenen Dating-Regeln der Gen Z werfen, bist du gefragt: So datet die Gen Z: Ziemlich feste Vorstellungen Um zu erfahren, welche Regeln für die Generation Z beim Dating unverhandelbar sind, hat das Meinungsforschungsinstitut Opinium im Auftrag von Tinder 3.000 Deutsche im Alter zwischen 18 und 25 Jahren im März dieses Jahres befragt. Demnach haben die meisten eine klare Vorstellung davon, was beim Dating okay ist und was eben nicht. So halten viele etwa von der sogenannten Drei-Tage-Regel, mit der sich wohl noch viele Millennials abgemüht haben, überhaupt nichts mehr. Die besagt nämlich, dass man sich erst am vierten Tag nach der ersten Verabredung beim anderen mit einem Anruf oder einer Nachricht melden darf. Ganz schön lange, oder? Finden auch 73 Prozent der befragten Männer und 75 Prozent der Frauen. Sie halten es für normal, sich noch am selben Abend sogar zu texten. Lesen Sie auchWenngleich die junge Generation heutzutage offener über die Themen Sex und Konsens sprechen – rund 51 Prozent der Befragten bezeichnen sich als sexpositiv und sprechen diese Themen auch bei der ersten Verabredung an – ein Freifahrtschein für Sex ist das nicht. Für immerhin fast 40 Prozent ist Sex beim ersten Date tabu – bei Frauen liegt dieser Wert bei fast 50 Prozent. Wer zahlt beim ersten Date die Rechnung?Man kennt’s: Das Date neigt sich dem Ende, der Kellner kommt mit der Rechnung und schon stellt man sich die Frage aller Fragen. Wer zahlt jetzt eigentlich? Unter den 18- bis 25-Jährigen geben gut 59 Prozent der Männer an, dass sie die Kosten für Essen und Drinks übernehmen wollen. Bei heterosexuellen Frauen halten das nur 45 Prozent für die Aufgabe der Männer. Attraktiv wirkt der Umfrage zufolge, wer zu seinen Emotionen steht: 72 Prozent der Frauen finden emotionale Intelligenz attraktiver als klassische Machos. 84 Prozent wünschen sich jemanden, der ihre Ziele unterstützt und sie beim Wachsen begleitet. Außerdem soll sich der potenzielle Partner vollkommen für das Date entscheiden: 61 Prozent werten deswegen bereits den Flirt mit jemand anderem als eine Form des Fremdgehens – und auch „nur online schreiben“ ist für viele ein No-Go. Red Flags: Diese Dinge sind No-Gos beim Kennenlernen Es gibt allerdings noch weitere Red Flags beim Dating, also Dinge, die gar nicht gehen. 35 Prozent der Befragten nennen Respektlosigkeit gegenüber anderen als absoluten Abturner, dicht gefolgt von ständigem Reden über den oder die Ex (28 Prozent) und schlechter Kommunikation (26 Prozent). Das passt auch dazu, dass viele keine Lust mehr auf Spielchen haben. In manchem Ratgeber heißt es ja, man solle nicht „einfach zu haben“ sein. Solche Spielchen sind für die Gen Z ein Grund, nicht mehr weiter zu daten. 56 Prozent finden, offen zu sagen, wo man stehe, sei besser als jedes Taktieren. 64 Prozent der Befragten sagen zudem, dass Ghosting schlimmer sei als ein direkter Korb. Tiefgang statt Small Talk: Die Generation Z will keine Zeit verlieren Dementsprechend gewinnt auch das Thema Mental Health für junge Erwachsene beim Dating an Bedeutung. Wer offen über seine Psyche redet oder darüber spricht, in Therapie zu sein, wird als reif und selbstreflektiert wahrgenommen. 64 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen sagen, sie fühlen sich mehr von jemandem angezogen, wenn beim Dating offen über mentale Gesundheit gesprochen wird. Wer schon so offen beim Kennenlernen über den Seelenzustand spricht, hat ganz offensichtlich keine Lust auf Small Talk. Stattdessen stehen Karriere- und Beziehungsziele bei vielen auf der Tagesordnung: 30 Prozent sprechen beim Dating gern über persönliches Wachstum, 32 Prozent über die Karriere. 72 Prozent finden es attraktiv, wenn jemand klar sagen kann, was er oder sie in einer Beziehung erwartet.