Wo ist Ademola Lookman? Diese Frage beschäftigt gerade halb Italien, wobei, vielleicht ist das sogar untertrieben. Immerhin haben sie südlich der Alpen den zeitgenössischen Transferjournalismus erfunden und in Fabrizio Romano seinen reichweitenstärksten Vertreter hervorgebracht. Der Calciomercato, die italienische Wechselperiode, elektrisiert, erregt die Gemüter, mitunter werden die dortigen Vorgänge mit Schimpf und Schande kommentiert. Der Fall Lookman ist so gesehen das perfekte Schaustück dieser milliardenschweren Unterhaltungsindustrie. Ein echter „Caso“, so nennen sie das in Italien.
Ademola Lookman, um die Eingangsfrage zu beantworten, befindet sich jedenfalls gerade in Portugal. Dort macht er sich für den Saisonstart fit, allein, denn bei seinem aktuellen Klub Atalanta Bergamo verweigert er das Training. Tagelang war sein Aufenthaltsort nicht klar gewesen, und auch seine Verweildauer an der Algarve lässt sich kaum prognostizieren. Wenn es nach Lookman ginge, säße er längst in einem Flieger, Zielort Lombardei: Der nigerianische Angreifer will einen Transfer zu Inter Mailand erzwingen, und zwar nur zu Inter. Atalanta beharrt jedoch auf einer Ablöse in Höhe von 50 Millionen Euro.











