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Irgendwann

in den 1980ern trafen sich in einem New Yorker Delikatessengeschäft zufällig zwei Männer aus der Immobilienbranche. Donald Trump und Steve Witkoff kannten sich flüchtig, hatten einige Jahre zuvor zufällig miteinander zu tun gehabt. Deshalb sprach Trump den anderen Mann an. Er habe gerade kein Geld bei sich, ob Witkoff ihm ein Schinken-Käse-Sandwich bestellen könne? Witkoff konnte. Als die beiden sich acht Jahre später das nächste Mal trafen, erinnerte sich Trump an die Geste. Seitdem sind er und Witkoff Freunde.

Das Sandwich hat sich für den 68-jährigen Milliardär ausgezahlt. Heute ist er einer der zentralen Akteure in der Außenpolitik der mächtigsten Nation auf dem Planeten. „Sondergesandter der Vereinigten Staaten für den Nahen Osten“ lautet sein offizieller Titel, doch sein Einfluss geht weit über die Region hinaus. Witkoff verhandelte vor dem Zwölf-Tage-Krieg mit dem Iran über ein neues Atomabkommen, über die Befreiung der israelischen Geiseln aus den Fängen der Hamas und einen Waffenstillstand im Gaza-Streifen.