PfadnavigationHomePanoramaKünstliche IntelligenzLifehack für Fortgeschrittene – auf Pfifferlingsjagd mit ChatGPTVon Ekaterina SchneiderVeröffentlicht am 10.08.2025Lesedauer: 4 MinutenQuelle: Getty Images/Westend61Pilze finden mit Künstlicher Intelligenz? Klingt verrückt, funktioniert aber erstaunlich gut. Wie Sie ChatGPT als digitalen Wald-Scout einsetzen– inklusive Prompts zum Nachmachen.Sommerferien! Und das Wetter? Viel Regen, wenig Sonne. Nicht ideal fürs Freibad, aber ein absoluter Traum für Pilzliebhaberinnen wie mich. Die feuchten letzten Wochen haben die Wälder in grüne Schatzkammern verwandelt, perfekte Bedingungen für alle, die sich gern auf die Suche nach Pfifferlingen machen. Denn nach Spargel und Erdbeeren ist jetzt der Pfifferling dran: goldgelb, duftend, herrlich aromatisch. Wer ihn liebt, weiß: Die besten Stellen sind oft streng geheim, oder Zufallstreffer. Und die besten Plätze sind schnell abgeerntet. Genau deshalb lohnt es sich, mit einem digitalen Trick vorzugehen: Mit ChatGPT finden Sie Pfifferlinge dort, wo sonst kaum jemand sucht. Lesen Sie auchIch habe es getestet: Mit ChatGPT als „Pilz-Co-Pilot“. Die Idee: Ich lasse die KI nach Orten in meiner Nähe suchen, wo gerade gute Chancen auf Pfifferlinge bestehen, basierend auf Regenmengen, Bodenverhältnissen, Waldtyp, Saison und anderen Faktoren. Und ja: Es hat funktioniert. Voller Korb, volles Glück. Der Selbsttest: Pfifferlingsjagd mit digitaler Hilfe Am Wochenende habe ich ChatGPT gefragt, wo rund um meine Postleitzahl aktuell gute Fundchancen bestehen. Die KI sollte keine Wunder vollbringen, aber mit kluger Kombination aus ortsbezogenen Daten, typischen Pilz-Habitaten und einem logischen Suchalgorithmus hatte ich plötzlich einen Plan. Lesen Sie auchDazu kamen exakte Google-Maps-Links, eine kurze Einschätzung je Fundort und Hinweise zur besten Uhrzeit – ideal für spontane Ausflüge ins Grüne. Und siehe da: Schon nach wenigen Minuten im vorgeschlagenen Mischwald glänzten die ersten Pfifferlinge zwischen Moos und Laub. So geht’s: der Prompt zum Nachmachen Geht auch in der kostenlosen Version (z.B. auf chat.openai.com oder mit Perplexity.ai). Nutzen Sie diesen Prompt, also eine präzise formulierte Frage oder Anweisung an die KI. „Ich befinde mich in der Region [Ihre Postleitzahl] und suche aktuell nach Orten, an denen die Chancen auf Pfifferlinge gut stehen. Bitte berücksichtige: Typische Wetterbedingungen der letzten Wochen (z.B. viel Regen, gemäßigte Temperaturen)Geeignete Waldtypen (z.B. feuchter Mischwald, moosiger Boden)Saisonzeit für Pfifferlinge (Juli bis September)Optional: Berücksichtige auch die aktuelle Mondphase Nenne mir bitte drei konkrete Gebiete in der Nähe, in denen erfahrungsgemäß gute Chancen auf Pfifferlingsfunde bestehen. Gib für jeden Ort den Namen oder eine Beschreibung, idealerweise mit Adresse oder GPS-Koordinaten, sowie einen Google-Maps-Link für die Navigation.“Zusatztrick: Pilze bestimmen lassen – mit Bildanalyse Wenn Sie bei Ihrer Tour Pilze finden, die Sie nicht sicher zuordnen können, hilft ChatGPT auch hier weiter. Fotografieren Sie den Fund, laden Sie das Bild in ChatGPT hoch (hier ist die kostenpflichtige Version besser geeignet, da die kostenlose nur eine begrenzte Anzahl an möglichen Bildanalysen erlaubt), und geben sie einen Prompt ein. Prompt für Bilderkennung: „Du bist ein erfahrener Pilzexperte in Deutschland. Bitte analysiere dieses Foto: Um welche Pilzart könnte es sich handeln? Welche ähnlichen Arten kommen infrage? Und ist dieser Pilz essbar oder giftig?“ ⚠️ Wichtiger Hinweis: ChatGPT kann zwar plausible Einschätzungen geben, ist jedoch kein Ersatz für fundierte Pilzexpertise. Die Unterscheidung zwischen essbaren und giftigen Pilzen erfordert oft mikroskopische Merkmale oder tiefes Wissen. Zeigen Sie unsichere Funde IMMER einer Pilzberaterin oder einem geprüften Experten, bevor Sie sie verzehren. Gesundheit geht vor. Lesen Sie auchNatürlich ersetzt keine KI das geschulte Auge oder den Instinkt langjähriger Pilzfreunde. Aber als Ergänzung kann sie überraschend hilfreich sein, besonders für Einsteiger oder neugierige Naturfreunde, die mal etwas Neues ausprobieren möchten. Wer früh unterwegs ist und neue Pfade wagt, findet oft dort Pilze, wo niemand sucht, ein echter Lifehack für die stille Ernte. Mit ChatGPT als Pilz-Co-Pilot wird die Tour noch gezielter, strukturierter – und erfolgreicher. Lesen Sie auchDas Beste daran: Am Ende wartet ein Gericht, das alle Sinne belohnt. Bei mir gab’s Pfifferlinge mit frischem Kräuterrührei. Und dazu die stille Freude, einen cleveren kleinen Lifehack entdeckt zu haben. Sie möchten lernen, wie Sie KI kreativ, sicher und klug im Alltag einsetzen? Buchen Sie jetzt den WELT KI-PASS und erhalten Sie Zugang zu allen Folgen, Prompts, Handouts und Videotutorials.
Pilze sammeln: KI-Lifehack für Fortgeschrittene – auf Pfifferlingsjagd mit ChatGPT - WELT
Pilze finden mit Künstlicher Intelligenz? Klingt verrückt, funktioniert aber erstaunlich gut. Wie Sie ChatGPT als digitalen Wald-Scout einsetzen– inklusive Prompts zum Nachmachen.











