PfadnavigationHomePanoramaBasel„Sicherheitsrisiko“ – Galerie stellt Trump am Kreuz vorerst doch nicht ausVeröffentlicht am 08.08.2025Lesedauer: 2 Minuten„Saint or Sinner?“ von Mason StormQuelle: Galerie Gleis4/Melanie BreznikDer Innsbrucker Bischof Glettler verurteilte es als „schlichtweg abartig”. Ein Theologe sprach von einer „kolossalen Fehlbesetzung”. Donald Trump sollte in Basel am Kreuz hängen. Doch die Kunstgalerie zieht nun zurück.Aus Sicherheitsgründen wird das umstrittene Kunstwerk mit einem gekreuzigten US-Präsidenten Donald Trump in Häftlingskleidung nicht wie geplant am Bahnhof Basel ausgestellt. Das teilte die dort eingemietete Galerie Gleis 4 via Instagram mit. Man sucht nun aktiv einen anderen Ausstellungsort. Die Skulptur war von Kirchenvertretern und Theologen scharf kritisiert worden.Die zu erwartenden großen Menschenmengen und zu befürchtenden Störungen seien ein zu großes Sicherheitsrisiko, heißt es auf dem Account der Galerie. Man habe mit Resonanz gerechnet, aber nicht mit so viel. Bahnhöfe seien kein üblicher Ort für Kunstgalerien; und das erfordere auch, weder den Personenfluss zu stören noch Sicherheitsrisiken zu schaffen.Die Skulptur des britischen Künstlers Mason Storm mit dem Titel „Saint or Sinner“ stellt den US-Präsidenten in einem orangen Häftlingsanzug dar. Er ist an einem weißen Kreuz festgeschnallt, was an eine Pritsche bei Hinrichtungen per Giftspritze erinnert. Die Galerie Gleis 4 aus Zug eröffnet im September im Saal der ehemaligen Brasserie im Westflügel des Bahnhofsgebäudes einen neuen Standort. Dort hätte das Kunstwerk „Saint or Sinner“ ab 6. September gezeigt werden sollen.Bischof nannte Darstellung „schlichtweg abartig“Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hatte das Kunstwerk gegenüber kath.ch als „schlichtweg abartig“ verurteilt. „Trump als Erlöser ans Kreuz geschnallt oder als Märtyrer in den orangen Klamotten eines Häftlings kurz vor der Hinrichtung? Ja, bitte, geht's noch?“, so der Bischof.Lesen Sie auchDer Zürcher Theologe Simon Peng-Keller klassifizierte die Darstellung von Donald Trump am Kreuz gegenüber kath.ch als „kolossale Fehlbesetzung“. Und weiter: „Wollte man Donald Trump in der Passionsgeschichte verorten, so wäre sein Platz nicht auf der Seite der Gekreuzigten, sondern auf jener der Vertreter des brutalen römischen Imperiums, die ihre Hände in Unschuld waschen und in ihren Festungen und Palästen Dekrete verfassen, die unzählige Menschen in Armut, Elend und Tod stürzen.“KNA/lay