Wenn er könnte, dann würde Fredi Bobic sogar, aber er kennt die Grenzen seines neuen Vereins. Bobic, 53, amtiert seit April als Fußballchef beim polnischen Erstligisten Legia Warschau, mit seinem neuen Klub ist er gerade auf Zypern. In Larnaka geht es gerade darum, die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation zu überstehen, ein treffsicherer Stürmer käme Bobic da ganz gelegen. „Ich würde Sébastien sofort holen“, sagt Bobic am Telefon, „aber wir könnten ihn niemals bezahlen.“
Fredi Bobic hat das ja schon einmal getan, 2017, als Geschäftsführer von Eintracht Frankfurt. Bobic war selber mal Stürmer und bildet sich ein, dass er einen außergewöhnlichen Stürmer erkennt, wenn er einen sieht, und dieser Lange da, Sébastien Haller vom FC Utrecht, war wirklich außergewöhnlich. Bobic wusste, dass ein paar Managerkollegen aus der Bundesliga auch gute Augen hatten, er würde schnell sein müssen und hoffen, dass die Kollegen vielleicht der Qualität der niederländischen Liga misstrauen. Knapp zehn Millionen Euro gaben die Frankfurter damals für Haller aus, „ein Quantensprung war das für die Eintracht“, erinnert sich Bobic. Heute würden sich interessierte Vereine wahrscheinlich genieren, wenn sie für so viel Qualität nur so wenig Geld ausgeben müssten.







