PfadnavigationHomePanoramaNeue UmfrageMehrheit gegen häufigere Ladenöffnungen am SonntagVeröffentlicht am 08.08.2025Lesedauer: 2 MinutenLaut einer aktuellen YouGov-Umfrage ist ein Großteil der Deutschen gegen mehr verkaufsoffene Sonntage. Nur ein Drittel der Befragten sprachen sich dafür aus. 59 Prozent lehnen dies ab, vor allem aus Gründen des Arbeitsschutzes.Rund ein Drittel der Deutschen spricht sich für mehr verkaufsoffene Sonntage aus, 59 Prozent sind laut einer Umfrage dagegen. Kirchen und Gewerkschaften lehnen häufigere Sonntagsöffnungen ab und fordern den Schutz der Sonntagsruhe.Gut jeder Dritte in Deutschland fände es laut einer Umfrage gut, wenn Geschäfte sonntags grundsätzlich häufiger öffnen würden. 34 Prozent beantworteten diese Frage bei einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur mit Ja. 59 Prozent antworteten mit Nein. Der Rest zeigte sich unentschlossen oder machte keine Angabe.Gefragt nach den Beweggründen gaben zwei Drittel der Befürworter an, beim Einkaufen flexibler und spontaner sein zu wollen. 42 Prozent haben den Antworten zufolge unter der Woche zu wenig Zeit zum Einkaufen. Und mehr als ein Drittel (37 Prozent) geht gerne schlicht zum Zeitvertreib bummeln. Das Umfrageinstitut hatte vom 23. bis 25. Juli 2006 Personen repräsentativ befragt.Drei von vier Unterstützern von mehr verkaufsoffenen Sonntagen geht es laut der Erhebung in erster Linie um Lebensmittel und Getränke. Kleidung und Schuhe stünden bei 59 Prozent auf den Einkaufszetteln, Drogerieartikel bei 43 Prozent, gefolgt von Elektronik und Technik (33 Prozent). Digitale Minimärkte als Kompromisslösung?Viele würden je nach Bedarf überall einkaufen gehen. Vor allem die klassischen Geschäfte in der Innenstadt und in Einkaufszentren liegen hier im Fokus. In sogenannten Smart Stores – automatisierten Minimärkten ohne Personal – würden 12 Prozent den Angaben nach sonntags bevorzugt einkaufen wollen.Aus Sicht von Prof. Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn sind diese ein guter Kompromiss. Auf der einen Seite könne die im Grundgesetz verankerte Sonntagsruhe gewahrt werden. Auf der anderen hätten Menschen die Möglichkeit auch sonntags einzukaufen - was die Nahversorgung gerade im ländlichen Raum aufwerte.Kritik von Kirchen und GewerkschaftenVor allem Kirchen und Gewerkschaften kritisieren Sonntagsöffnungen, auch die digitalen Minimärkte. Dass der Sonntag ein Ruhetag bleiben sollte, gaben 70 Prozent jener Befragten an, die sich gegen häufigere verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen haben. Ähnlich viele nannten den Schutz der Beschäftigten im Handel (68 Prozent). Noch mehr Zustimmung (75 Prozent) fand das Argument, es gebe an anderen Tagen genügend Einkaufsmöglichkeiten.Lesen Sie auchMehr als die Hälfte aller Befragten (54 Prozent) ist den Angaben zufolge auch der Auffassung, dass (mehr) verkaufsoffene Sonntage dem Einzelhandel nicht wirtschaftlich helfen würden. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht das anders.Immerhin ein Viertel der Befürworter geht davon aus, sonntags eher mehr Geld als an Werktagen auszugeben. Die große Mehrheit (59 Prozent) sieht demnach keine Unterschiede. Nur 4 Prozent würden sonntags eher weniger ausgeben.dpa/jho
Neue Umfrage: Mehrheit gegen häufigere Ladenöffnungen am Sonntag - WELT
Rund ein Drittel der Deutschen spricht sich für mehr verkaufsoffene Sonntage aus, 59 Prozent sind laut einer Umfrage dagegen. Kirchen und Gewerkschaften lehnen häufigere Sonntagsöffnungen ab und fordern den Schutz der Sonntagsruhe.






