Der Krieg in Nahost hat bereits Tausende Menschen das Leben gekostet. Noch mehr wurden vertrieben. Die israelische Kriegsführung lässt immer mehr Palästinenserinnen und Palästinenser hungern.
Auf das Leid der Menschen im Gazastreifen machen in deutschen Städten seit Monaten propalästinensische Demonstrationen aufmerksam. Die deutsche Politik, so der Vorwurf, erkenne das Leid der Palästinenser nicht an. Doch zur Wahrheit gehört auch: Bei den Demonstrationen hört man nicht nur den Ruf nach mehr Menschlichkeit gegenüber Palästinensern im Gazastreifen, sondern auch manchmal antisemitische Parolen.
Der Ton der Bundesregierung gegenüber Israel ist in den vergangenen Wochen zwar rauer geworden. Aber sie setzt nach wie vor auf Warnungen an Ministerpräsident Netanjahu und sucht den Dialog. Sanktionen lehnt Deutschland ab. Die Ursache für den Krieg sei die Hamas, betont Kanzler Friedrich Merz. Vergangene Woche sagte er: „Wenn die Hamas die Waffen schweigen lässt, ist der Konflikt morgen zu Ende. Wenn die Hamas die Geiseln freilässt, ist der Konflikt morgen zu Ende.“
Diese Einstellung zum Nahost-Krieg enttäuscht die Menschen in Deutschland, die sich Sorgen um die humanitäre Lage in Gaza machen. Besonders junge Muslime. Darüber spricht Sina-Maria Schweikle bei „Auf den Punkt.“











