PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätNSU-TerroristinBeate Zschäpe in Neonazi-Aussteigerprogramm aufgenommenVeröffentlicht am 05.08.2025Lesedauer: 2 MinutenDie verurteilte NSU-Terroristin Beate Zschäpe will angeblich aus der rechten Szene aussteigen. Nach mehrmaliger Ablehnung wurde Zschäpe jetzt in ein sogenanntes Aussteigerprogramm aufgenommen.Die verurteilte Terroristin Beate Zschäpe ist in ein Aussteigerprogramm für Neonazis aufgenommen worden. Im kommenden Jahr wird ihre weitere Haftdauer überprüft – das Programm könnte dabei eine Rolle spielen.Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist in ein Neonazi-Aussteigerprogramm aufgenommen worden. Es hätten bereits mehrere Termine stattgefunden, sagte ihr Anwalt Mathias Grasel der Nachrichtenagentur dpa. Nähere Angaben zum Programm und zur Frage, wo dieses angesiedelt ist, machte Grasel nicht. Dies sei mit Zschäpe und den Verantwortlichen des Programms so verabredet worden. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.Im Jahr 2023 wollte Zschäpe bereits in ein Aussteigerprogramm des Freistaats Sachsen aufgenommen werden – war aber abgelehnt worden. Das Gesuch wurde laut Grasel vor allem deshalb abgelehnt, weil das Ende der Haft damals noch „nicht absehbar“ war. Besondere Schwere der Schuld festgestelltZschäpe war 2018 nach mehr als fünf Jahren Prozessdauer als Mittäterin an der NSU-Mordserie zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Zschäpe sitzt in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz in Sachsen.Laut Grasel muss im November 2026 eine sogenannte Mindestverbüßungsdauer der Haft Zschäpes festgelegt werden. Die Aufnahme in ein Aussteigerprogramm sei ein Faktor von vielen, der dabei berücksichtigt werde.Lesen Sie auchDer „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) war eine Terrorzelle, bestehend aus Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die von 2000 an jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland verübte, fünf davon in Bayern.Ihre Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin. Mundlos und Böhnhardt verübten zudem zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Verletzten. Die beiden töteten sich 2011, um ihrer Festnahme zu entgehen – erst damit war der NSU aufgeflogen.dpa/cvb