PfadnavigationHomeWissenschaft„Freizeitmonitor 2025“Faulenzen, daddeln, Gedanken schweifen – Das machen die Deutschen in ihrer Freizeit am liebstenVeröffentlicht am 05.08.2025Lesedauer: 2 MinutenQuelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpaWas machen die Deutschen am liebsten mit ihrer freien Zeit? Tausende Personen wurden dazu im Zuge des alljährlichen „Freizeitmonitors“ befragt. Soziale Interaktionen werden demnach immer weniger. Ganz oben steht eine Aktivität, der sich niemand entziehen will.Immer mehr Deutsche nutzen privat regelmäßig das Internet. Das geht aus der repräsentativen Studie „Freizeit-Monitor 2025“ hervor, die die Stiftung für Zukunftsfragen am Dienstag in Hamburg veröffentlicht hat. Dafür wurden im Juni mehr als 3.000 Menschen online nach ihrem Freizeitverhalten befragt.Dabei gaben 98 Prozent der Befragten an, dass sie mindestens einmal in der Woche das „Internet nutzen“. Das ist deutlich mehr als vor einigen Jahren: 2010 waren es lediglich 51 Prozent.Lesen Sie auchIm aktuellen Freizeit-Ranking folgen „Fernsehen“ und „Musik hören“ (je 83 Prozent), Tablet, PC oder Laptop nutzen sowie „am Smartphone spielen, surfen, chatten“ (je 79 Prozent). Bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich, was zu Überschneidungen führt.Auf Platz sechs folgt: 73 Prozent der Befragten gehen mindestens einmal in der Woche einfach nur ihren Gedanken nach. Auf Platz neun und zehn landen „Über wichtige Dinge reden“ (68 Prozent) und „Gemeinsame Zeit mit dem Partner“ (64 Prozent).In die Badewanne will kaum jemand mehrBemerkenswert ist auch ein gesonderter Blick auf die sogenannten „regenerativen“ Aktivitäten im 15-Jahres-Vergleich. Damit sind jene Aktivitäten gemeint, die die Stiftung für Zukunftsfragen als „Rückzugsformate“ bezeichnet.Lesen Sie auchWährend der Gang in die Badewanne deutlich an Beliebtheit verloren hat (2025: 37 Prozent, 2010: 55 Prozent), nimmt das Bedürfnis nach „einfach nichts tun“ spürbar zu. 62 von 100 Befragten gaben an, regelmäßig zu faulenzen, zu chillen oder bewusst nichts zu tun – ein Plus von 14 Prozentpunkten gegenüber 2010.Auch gedankliche Entschleunigung liegt im Trend: 73 Prozent gaben an, sich regelmäßig Zeit für die eigenen Gedanken zu nehmen (+4 Punkte). Der Mittagsschlaf und das Lesen erfreuen sich konstanter Beliebtheit (35 Prozent).Im Übrigen nahm die Nutzung des Internets im 15-Jahres-Vergleich um 47 Prozent zu, während die des Fernsehens um 14 Prozent sank. Soziale Interaktionen wurden im 15-Jahres-Vergleich weniger. Das wöchentliche Treffen mit Freunden zu Hause war 2010 noch für 24 Prozent eine übliche Freizeitbeschäftigung, 2025 nur noch für 20 Prozent. Auch innerhalb der Familien fanden weniger Begegnungen statt: So gaben 2025 elf Prozent der Befragten an, ihre Enkel wöchentlich zu sehen. 2010 waren es noch 22 Prozent. Der „Freizeit-Monitor“ wird regelmäßig von der Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg) erhoben. Dahinter steht das Tabakunternehmen British American Tobacco (u.a. „Lucky Strike“). Für die repräsentative Studie wurden im Juni mehr als 3000 Menschen ab 18 Jahren online zu ihrem Freizeitverhalten befragt.dpa/rct