PfadnavigationHomeRegionalesHamburgInternetnutzung„Wir versammeln uns nicht mehr ums Lagerfeuer, sondern treffen uns im Livestream“Veröffentlicht am 05.08.2025Lesedauer: 2 MinutenWas geht im Netz? Für viele Menschen ist das mittlerweile eine zentrale FrageQuelle: Getty Images/MementoJpegEine neue Studie zeigt, wie das Internet die Freizeitgewohnheiten tiefgreifend verändert. Soziale Beziehungen bleiben dabei häufig auf der Strecke. Eltern sind mit Blick auf die Mediennutzung öfter gestresst.Die Deutschen gestalten ihre Freizeit zunehmend digital. Wie aus einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Studie der Stiftung für Zukunftsfragen hervorgeht, nutzen 98 Prozent der Bundesbürger in Stunden der Muße wenigstens einmal pro Woche das Internet. Damit hat sich der Anteil in den vergangenen 15 Jahren fast verdoppelt. Zugleich gewinnen analoge Aktivitäten wie Sport, Spaziergänge und Naturerlebnisse an Bedeutung. Klassische soziale Kontakte sind dagegen rückläufig. Für den „Freizeitmonitor“, eine bereits seit 40 Jahren laufende Langzeitstudie, wurden im Juni über 3000 Menschen ab 18 Jahren repräsentativ befragt. Lesen Sie auch„Wir versammeln uns nicht mehr ums Lagerfeuer, sondern treffen uns im Livestream“, erklärte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt. Zugleich warnte der Zukunftsforscher vor einem Rückgang sozialer Kontakte. Die Zukunft der Freizeit hänge davon ab, ob es gelinge, digitale Möglichkeiten zu nutzen, ohne das Miteinander zu verlieren. „Denn wahre Lebensqualität entsteht nicht im digitalen Raum, sondern in der Balance zwischen virtueller Bequemlichkeit und realer Begegnung.“Lesen Sie auchDas Mobilfunkunternehmen Freenet legte am Dienstag ebenfalls Zahlen zur Internetnutzung vor, hier mit Blick auf die Familien. Wenn Kinder digitale Medien nutzen, entlastet das demnach viele Eltern im Alltag – jedoch nicht immer ihr Gewissen. Laut der Umfrage der Initiative „Safe am Screen“ spüren 36 Prozent Erleichterung, wenn ihr Kind mit digitalen Inhalten beschäftigt ist. Gleichzeitig berichten 25 Prozent von Schuldgefühlen, 29 Prozent von Kontrollverlust, 21 Prozent fühlen sich durch Trends und Technik überfordert.„Digitale Medien gehören längst zum Familienalltag. Doch ein Drittel der von uns befragten Eltern fühlt sich unter Druck gesetzt, bei der Medienerziehung alles richtig machen zu müssen. Mit ‚Safe am Screen‘ wollen wir zeigen: Es muss nicht perfekt laufen – schon der bewusste Umgang ist ein wichtiger Schritt“, kommentierte Freenet-Vorständin Nicole Engenhardt-Gillé die Studie.jlau
Internetnutzung: „Wir versammeln uns nicht mehr ums Lagerfeuer, sondern treffen uns im Livestream“ - WELT
Eine neue Studie zeigt, wie das Internet die Freizeitgewohnheiten tiefgreifend verändert. Soziale Beziehungen bleiben dabei häufig auf der Strecke. Eltern sind mit Blick auf die Mediennutzung öfter gestresst.







