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enn Außenminister Johann Wadephul eine Erwartung an seine Reise nach Israel erfüllt hat, dann vor allem die, dass es auch ihm nicht gelingen würde, im Heiligen Land Wunder zu vollbringen. Es geht ihm da wie Generationen deutscher Außenminister vor ihm, von Joschka Fischer bis Annalena Baerbock. Mehr noch als seine Vorgänger aber hätte Wadephul ein Wunder gebraucht. Der erste Christdemokrat im Außenamt seit Menschengedenken war im Auftrag des Kanzlers und des Sicherheitskabinetts in Jerusalem und den palästinensischen Gebieten unterwegs. Deutlich mehr Hilfe für die Menschen in Gaza sowie sichtbare Schritte in Richtung Waffenruhe, lautete die Forderung. Die mageren Resultate sind nun auch die mageren Resultate des Friedrich Merz. Den Kanzler lässt das schwach aussehen – international, in Europa und in der Koalition.








