Wenn man mal nicht drüber nachdenkt, was sein Juchzer „Hulapalu“ eigentlich bedeuten soll, könnte alles ganz einfach sein. Andreas Gabalier spielt wie seit etwa 15 Jahren andauernd wieder mal vor Tausenden Fans in München, diesmal am Samstag, 2. August, am Königsplatz. „München gehört für mich einfach zum Sommer dazu! Der Königsplatz mit seiner atemberaubenden Kulisse ist der perfekte Ort, um mit meinen Fans eine unvergessliche Show zu feiern“, sagt Österreichs unumstrittener Star der jungen Volksmusik.

Aber so simpel wie in der „kleinen, steilen Welt“ des 40-Jährigen ist es leider nicht. Von seinen Fans wird der singende Lederhosen-Elvis der Steiermark gefeiert, von seinen Kritikern geschmäht als Schlager- und Skihütten-Racker mit einem erzschlichten, gar rechtspopulistischen Wertesystem.

Da gäbe es also doch einige Fragen rund um die „Ein Hulapalu auf uns“-Tour 2025, die hier geklärt werden sollen. Außer vielleicht: Was bedeutet Hulapalu eigentlich?

Ist Andreas Gabalier rechts?

Ob der Volks-Rock’n’Roller aus dem Land des Möchtegern-Volkskanzlers Herbert Kickl rechts ist, homophob und/oder frauenfeindlich, da gehen die Meinungen extrem weit auseinander. Auf der einen Seite seine Kritiker, die in zahlreichen verbalen Entgleisungen und Anspielungen Gabaliers (frühestes Beispiel: seine angeblich zu einem Hakenkreuz verwinkelte Gestalt auf dem ersten Plattencover) eindeutige Belege für eine rechte Gesinnung erkennen. Diese Gegner wiederum stellt Gabalier bisweilen als Teil einer linken Wiener Medien- und Künstlerelite dar, von ihr fühlt er sich verfolgt und macht seine Anhängerschar mit dem Lied „A Meinung haben“ gegen sie mobil.