PfadnavigationHomeSportItalienFrüherer Trainer von Inter Mailand rettet Teenagerinnen vor ErtrinkenVeröffentlicht am 01.08.2025Lesedauer: 2 MinutenAndrea Stramaccioni, früherer Spieler und Trainer, arbeitet seit drei Jahren als TV-Experte in Italien. Nun rettete er zwei junge Frauen vor dem ErtrinkenQuelle: picture alliance/ipa-agency/Gianluca Ricci/IPA SportIn Süditalien drohen zwei Teenager im Meer zu ertrinken. Dann greift ein Urlauber beherzt ein. Wie sich im Anschluss herausstellt, handelt es sich bei dem Lebensretter um einen früheren Coach aus der Serie A.Von 2011 bis 2013 war er Trainer bei Inter Mailand. Erst im Nachwuchs, dann bei den Profis. Im Anschluss folgten Stationen in Udine, Athen, Prag und Teheran. Andrea Stramaccioni hat viel erlebt als Coach. Nun hat der 49 Jahre alte Coach, der inzwischen als TV-Experte tätig ist, zwei junge Touristinnen vor dem Ertrinken im Meer gerettet. Anfang der Woche habe der einstige Fußballtrainer und heutige TV-Experte während eines Urlaubs an der italienischen Adriaküste in der Notlage eingegriffen, berichtete er der „Gazzetta dello Sport“. Es sei kein Held, sagte er, „aber diese Mädchen wären ertrunken und der Bademeister hätte es in diesem Meer nicht geschafft“. Die geretteten Frauen sind laut Medienberichten 17 und 19 Jahre alt.Laut den Schilderungen des 49-Jährigen sei er mit seiner Familie an einem Strand in der Region Apulien in Süditalien gewesen, als er auf die zwei Teenagerinnen aufmerksam gemacht wurde, die im Wasser um Hilfe riefen. „Ich habe sofort die Gefahr erkannt“, sagte Stramaccioni.Rettungsschwimmer und Boot erreichten Stramaccioni nichtEin Rettungsschwimmer sei ohne Boje bereits ins Wasser zu einer der Frauen geeilt und habe ihn aufgefordert, sich um die andere zu kümmern. Als diese in Sicherheit war, sei der frühere Fußballtrainer zur anderen geschwommen und habe sie noch vor dem Rettungsschwimmer, der gegen die hohen Wellen kämpfte, erreicht.Lesen Sie auchDie Lage der 17-Jährigen sei „verzweifelt“ gewesen, sagte Stramaccioni. „Sie ging immer wieder unter und kam hoch, vor allem aber hatte sie schon viel Wasser geschluckt.“ Ein inzwischen herbeigeeiltes Rettungsboot habe nicht zu den beiden vordringen können, weil sie sich zu nahe an den Felsen befanden. „Da bekam ich Angst, vor allem weil mich das Mädchen unter Wasser zog. Sie war überzeugt, dass sie sterben muss“, sagte Stramaccioni.Rotes Leibchen als AnerkennungEs sei ihm dann aber gelungen, das Mädchen zwischen den Felsen an Land zu bringen. „Ich habe sie regelrecht dorthin geworfen und bin dann selbst untergetaucht. Als ich wieder hoch kam, habe ich die Orientierung verloren und prallte gegen die Felsen. Dann haben mir andere Leute ein Seil zugeworfen.“ Lesen Sie auchDie zwei Frauen aus Südtirol dankten dem ehemaligen Coach für die Rettung und kehrten zurück nach Bozen. Von der Küstenwache an dem Strand bekam Stramaccioni ein rotes Rettungsschwimmer-Leibchen überreicht. Zuletzt war er bis Oktober 2022 in Katar als Fußball-Coach tätig.dpa/LaGa