Nach seiner Erstrundenniederlage beim Rasenklassiker in Wimbledon Anfang Juli hatte Alexander Zverev eine der bemerkenswertesten Pressekonferenzen seiner Karriere gehalten. Vor Medienvertretern aus verschiedensten Winkeln der Welt hatte Deutschlands bester Tennisprofi, die Nummer drei der Weltrangliste, über mentale Probleme gesprochen, die ihn belasteten.

So schilderte Zverev, dass er sich „allein in meinem Leben“ fühle. „Es ist kein Gefühl auf dem Tennisplatz“, präzisierte er im All England Club nach dem verlorenen Fünfsatzmatch gegen den Franzosen Arthur Rinderknech, „es ist ein grundsätzliches Gefühl in meinem Leben. Ich habe mich noch nie so gefühlt.“ Für ihn, obwohl stets mit Tross unterwegs, populär, vermögend, sei es schwierig, „außerhalb des Tennisplatzes Freude zu finden“. Fast hilflos wirkte er, als er zugab: „Ich versuche, Wege zu finden, aus diesem Loch herauszukommen.“ Er hoffte, beim ATP-Masters-Turnier in Toronto Antworten geben zu können.

Alexander Zverev

Das Bild eines Mannes in der persönlichen Krise

Nach seiner Erstrundenniederlage in Wimbledon spricht Alexander Zverev von seelischen Problemen. Er fühle sich einsam, es falle ihm schwer, Freude zu empfinden – und er denke über eine Therapie nach.