Düsseldorf. Die geplanten US-Zölle für Medikamente aus Europa könnten die heimische Pharmabranche in den kommenden drei Jahren weit über zwei Milliarden Euro an Exportvolumen kosten. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft Deloitte, die die Auswirkungen für mehrere Szenarien berechnet hat.Die Zahl könnte aber noch höher ausfallen, wenn US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Pharmahersteller weiter erhöht. Die US-Regierung behält sich weiter die Option vor, speziell bei Pharmazeutika möglicherweise höhere Zölle zu verlangen als die jetzt vereinbarten 15 Prozent.Darüber, ob es dazu kommt, könne derzeit nur spekuliert werden, heißt es in Kreisen der deutschen Pharmaindustrie. Doch Trump hatte zuvor mehrfach mit solchen Schritten gedroht. Der US-Präsident will die Pharmaindustrie zur Verlagerung ihrer Produktion in die USA zwingen.24Prozentder deutschen Pharmaexporte gingen 2024 in die USA.Ein mögliches neues Sonderabkommen ist nicht die einzige Gefahr für europäische Hersteller. In den kommenden Wochen will Trump konkrete Schritte verkünden, um die Preise für Medikamente in den USA deutlich zu senken. Die US-Preispolitik könnte die „größere Bedrohung“ für die Pharmabranche sein, sagte Markus Manns, Fondsmanager bei Union Investment.
Zölle USA: Europas Pharmabranche droht der nächste Trump-Schock
Die US-Zölle auf Medikamente treffen Hersteller schon jetzt hart. Doch der US-Präsident will noch mehr Zugeständnisse – mit massiven Auswirkungen auf die Gewinne der Branche.










