Naturkatastrophen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres zu überdurchschnittlich hohen Schäden geführt. Allein die Waldbrände in Kalifornien, die sich im Januar ereignet haben, kosten die Versicherungsbranche 40 Milliarden US-Dollar, meldet Munich Re. Insgesamt fielen für Waldbrände, Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben weltweit Schäden in Höhe von 131 Milliarden Dollar an. 80 Milliarden US-Dollar davon sind versichert.

Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Jahren lagen die Gesamtschäden in den ersten Halbjahren im Schnitt bei 101 Milliarden Dollar. Bei den Versicherern landeten davon 41 Milliarden Dollar. 2025 ist also fast doppelt so teuer wie der Schaden-Durchschnitt.

Der Rückversicherer macht auch den Klimawandel für die Entwicklung verantwortlich. „Der beste Weg, Schäden so weit wie möglich zu vermeiden, ist Prävention, etwa durch widerstandsfähigere Bauweisen“, sagt Munich-Re-Vorstand Thomas Blunck. Er fordert außerdem, nicht länger in Gebieten mit sehr hohem Risiko zu bauen.

Von der Trump-Regierung ist wenig Unterstützung zu erwarten

Bei den Rückversicherern sichern sich Versicherer ihrerseits gegen besonders hohe Schäden ab. Entsprechend genau beobachten die Munich Re und ihre Konkurrenten die steigenden Schäden. Die Branche warnt vor einer Situation, in der Hausbesitzer sich nicht mehr gegen Waldbrände oder Überschwemmungen versichern können, weil Anbieter das Risiko nicht mehr tragen wollen. In Teilen der USA ist eine solche Versicherungskrise bereits eingetreten.