Mehr als 47 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der damals 18-jährigen Cornelia Hümpfer in Unterfranken hat das Landgericht Schweinfurt einen 71-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies teilte ein Gerichtssprecher mit. Aus Sicht der Kammer gibt es keinen Zweifel an der Täterschaft des ehemaligen US-Soldaten, der zur Tatzeit 24 Jahre alt war. Der Angeklagte hingegen hatte im Prozess seine Unschuld beteuert, seine Verteidiger plädierten auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wie einer der Verteidiger des Angeklagten der SZ mitteilte, haben die Anwälte noch am Dienstag Revision eingelegt.

Einer der beiden Anwälte hatte zudem für den Fall einer Verurteilung seines Mandanten beantragt, ein psychiatrisches Gutachten einzuholen. Der 71-Jährige habe am Tattag eine posttraumatische Belastungsstörung gehabt und sei aufgrund der eingeschränkten Steuerungsfähigkeit in seiner Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen, begründete der Jurist diesen Antrag – den er allerdings nicht als Geständnis verstanden haben wollte. Das Gericht gab dem Antrag jedoch nicht statt.

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