Wie nahe ist Radenthusiasten dieser Sport, wenn Frauen auf Rennrädern sitzen? Die ersten beiden Etappen der längsten Tour de France Femmes in der Geschichte hinterließen erste Hinweise. Die Aficionados kamen den Profis am Sonntag so nahe, dass sich Fanmaterial in den Rennrädern verstrickte. Auf dem Weg durch die französische Bretagne verhedderte sich eine Flagge im Getriebe eines Hinterreifens, die Kanadierin Nadja Gontov (Team Winspace Orange Seal) musste kurz vor einer Bergwertung vom Sattel steigen. Minuten später stellte die Österreicherin Christina Schweinberger (Fenix-Deceuninck) in der Abfahrt fest, dass sich eine Plastiktüte in ihre Fahrradkette gemogelt hatte.

Fast mehr Nähe und Trubel, als so ein Tour-de-France-Peloton verträgt. Es sei toll, dass so viele Fans am Streckenrand jubeln, erklärte etwa Marianne Vos (Team Visma) aus den Niederlanden, die den Auftakt am Samstag im Zielsprint für sich entscheiden hatte, ehe sie den Hinweis gab: „Give space to the race.“ Ein Appell an die Zuschauer am Straßenrand, den Fahrerinnen ausreichend Raum zu lassen.

Frankreich-Radrundfahrt der Frauen

Tour de Chance

Die Tour de France Femmes ist dieses Jahr so lang und attraktiv wie nie. Und doch ist das Potenzial nicht ausgeschöpft. Über einen Sport in der Emanzipations- und Wachstumsphase.