Ein Priester in Polen hat vor Ermittlern die Tötung eines Obdachlosen gestanden. Wegen mutmaßlichen Mordes mit besonderer Grausamkeit ordnete am Samstag ein Gericht in der Kleinstadt Grojec bei Warschau eine dreimonatige Untersuchungshaft für den katholischen Geistlichen an, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der 60-jährige Pfarrer des Dorfes Przypki gab demnach zu, dass er das 68-jährige Opfer am Donnerstagabend mit einem Beil auf den Kopf schlug, mit brennbarer Flüssigkeit übergoss und anzündete.

Nach Angaben der Anklagebehörde soll es zwischen ihnen zum Streit über eine Unterkunft gekommen sein, die der Obdachlose verlangt habe. Der Priester hatte sich zuvor in einer schriftlichen Vereinbarung verpflichtet, im Gegenzug für eine Spende lebenslang für den 68-Jährigen zu sorgen.

Beide Männer kannten seit mehr als 20 Jahren

Laut Staatsanwaltschaft starb das Opfer am Straßenrand an den Folgen der Verbrennungen und Kopfverletzungen, die es erlitten hatte. Dem Täter drohen mindestens 15 Jahre Haft. Beide Männer kannten sich laut polnischen Medienberichten seit mehr als 20 Jahren.